Meret Oppenheim
die  Nicht-surrealistin
DAS ROTE MEER
ART & MUSIC FOR GENDER EQUALITY
Alte Utting München
08.03. – 13.03.2022
Meret Oppenheim
Das charakteristischste Surrealistische Werk wurde nicht von einem Mitglieder der Surrealist*innen geschaffen – Die bekannte Pelztasse stammt aus der Hand der Schweizer Künstlerin Meret Oppenheim. Diese außergewöhnliche Künstlerin wird heute immer noch nicht im selben Atemzug mit den großen (männlichen) Künstlern ihrer Zeit genannt, den ihr Werk sehr komplex ist und sich nicht (wie allseits gewünscht) in eine einzige Schublade packen lässt. Malerei, Zeichnung, Skulptur, Installation, Schnitzerei – zweidimensional, dreidimensional – Öl, Tusche, Gouache, Bleistift, Holz, Masché, Reste, Fundstücke, Naturmaterialien – ernst, spirituell, humorvoll, mystisch, zweideutig, nachdenklich, intim, vielsagend, sprachlos, … - Die Künstlerin war maximal flexibel, richtete sich mit fast jedem Werk immer neu aus und visualisierte aus ihrem Innern heraus.
„Jeder Einfall wird geboren mit seiner Form. Ich realisiere die Ideen, wie sie mir in den Kopf kommen. Man weiss nicht, woher die Einfälle einfallen: sie bringen ihre Form mit sich, so wie Athene behelmt und gepanzert dem Haupt des Zeus entsprungen ist, kommen die Ideen in ihrem Kleid.“
Ihr zeitloses Werk umfasst eine unglaubliche Fülle an Form und Aussage und auch ihre Worte und Taten bieten heute noch viel Inspiration und Empowerment.
So entstand aus der Inspiration aus ihrem Werk „Abendkleid mit Büstenhalter-Collier (1968)“ mein Werk „Meret Oppenheim ohne Abendkleid“. Die Collage aus Fell, Zeichnungen aus Stoff (inspiriert von den Fotografien, die aus ihrer Zeit als Man Rays Muse entstanden sind), Fotocollageteile und original Strumpfhaltern aus den 60er Jahren ist eine Hommage an das vielseitiges Werk dieser Hidden Shero.
Ihrer Zeit weit voraus ließ sie sich auch nicht von einer 18 Jahre andauernden Schaffenskrise entmutigen und obwohl ihr viele Sprunghaftigkeit vorwarfen und sie als Künstlerin nicht erst nahmen, ließ sie sich nie von ihrem Weg abbringen, bei dem jedes Werk eine eigene Form und Umsetzung verlangte.
Quellen.​​​​​​​​​​​​​​
Merets Funken - Die Sammlung Gegenwartskunst Teil 2, Kunstmuseum Bern, 2013 Kerberverlag, Bielefeld / Berlin, Hrsg. Kunstmuseum Bern
​​​​​​​https://www.kunstmuseumbern.ch/see/today/1013-meret-oppenheim-120.html
https://www.kunstmuseumbern.ch/admin/data/hosts/kmb/files/page_editorial_paragraph_file/file/1718/p83028_de_kmb_af_meret-oppenheim_web.pdf?lm=1634808531

weitere sheroes

Back to Top